Menegroth – Menegroth

Menegroth - MenegrothBlack Metal untypisch scheint mir das Cover dieser Platte – ein skizzierter Soldat in Kampfposition, haben Menegroth die musikalisch Marschrichtung geändert – Neofolk oder was ganz anderes?
Nein! Das Gesamtkonzept konzentriert sich nun einfach mehr auf den Militarismus als zuvor.
Die Musik erinnert mich nach wie vor ein bisschen an Totenburg allerdings möchte ich behaupten, dass die Herrschaften insgesamt ihr Spiel enormst verfeinert haben, ein deutliches Merkmal dafür ist die filigrane Führungsgitarre die sich mit teils melancholischen Melodien geschickt unter das rhythmische Stakkato mischt. Geschwindigkeitsmäßig ziehen die Burschen dennoch gehörig an, fast immer gehen die Stücke im flotten Tempo voran. Richtige RAC-Einflüsse wie auf Helvetische Urgewalt sind verschwunden. Die Musik ist jetzt reiner kämpferischer Black Metal, auf stimmungsvolle Einsprengsel wird wieder verzichtet, blitzblanker Kampfesmut dominiert dieses Werk!

Der Klang ist nun auch sauberer, was ich teilweise etwas schade finde, aber man hat sich schnell daran gewöhnt und kann die Kompositionen ob des festen und stabilen Zusammenspiels genießen. Die Lyrik wird dem Hörer in der Deutschen Sprache  ins Gehirn genagelt, keifend, schreiend und zornig; erinnert mich wiederum ein wenig an Wehrhammer.

Eine solide Platte für den Deutschsprachigen Untergrund, die man immer wieder gerne hört und teilweise sogar mitbrüllen kann. Absolutes Schmankerl ist das Stück Aboration to Europa ein Tribut an die Neofolk/Industrial Rock-Götter Von Throstahl – kommt zwar sehr lärmend daher, versprüht aber einen ganz eigenen Charme.

Ich kann bedenkenlos jedem Untergrundler und Szenefetischisten empfehlen Menegroth – Menegroth anzutesten!

Thorbrand

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