Diĝir Gidim – I Thought There Was the Sun Awaiting My Awakening

Joa…, neue Band. Keine Infos zur Herkunft und Bandfotos wie von Arckanum. Occult ritualistic Black Metal schreibt das Labelinfo. Trifft auch zu würde ich sagen. Auf jeden Fall KEINE Band, bei der man sich ein Bier aufmacht und die Sache im Hintergrund laufen lässt, während man mit anderen über die neue Frisur von Rob Halford diskutiert.
Nein, Lalartu und sein Kollege Utanapištim Ziusudra (meine Fresse, unaussprechliche Kult-Namen…) ziehen ihr Ding auf jeden Fall durch! Die Musik ist nicht leicht bekömmlich. Und die Umsetzung stimmig im Gesamtkonzept. Die Band reiht sich ein in Liste von neuen Bands aus dem Black Metal, die ernst genommen werden will und dennoch was neues ausprobiert. Spricht die Bilder der Musiker wirken bedrohlich, ähnlich der Leute von Cult of Fire oder Batushka (ja, ich weiss, hier scheiden sich die Geister…). Aber man hat augenscheinlich nicht vor, das Flair der Endneunziger oder 2000er wiederaufleben zu lassen mit Killernieten und Corpsepaint. AUf jeden Fall, kann man bisher genannte Bands mit einer zusätzlichen Portion an Vertrackheit als grobe Orientierung hernehmen für die Musik von Diĝir Gidim. So, und jetzt weiss auch jeder, ob er der Band eine Chance geben soll oder lieber die Finger davon lässt.

Sadistic Dementor

Haar / Ur Draugr

Vor mir liegt die Split-Scheibe von Haar aus U.K. und Ur Draugr aus Australien. Veröffentlicht von ATMF Records. Erstere präsentieren eine rasiermesserscharfe Produktion, die vereinzelt an Mayhems wolf`s lair abyss erinnert und mit durchdachten und eingängigen Melodien zu gefallen weiss. Kalt und klirrend schneidet sich der Sound durch die Musik der Briten und zeigt eine ordentliche Portion Eigenständigkeit. Man schafft es, moderne und traditionelle Töne zu vereinen. Dabei tritt beim ersten Durchlauf nicht ein herausragender Song in den Vordergrund. Was aus meinen Augen nicht von Nachteil ist. Denn die Songs gehen gut ineinander über und passen stimmig zusammen. Einzig der Bandname dürfte im deutschen Sprachgebrauch zu dem einen oder anderen Kalauer führen… .
Ur Draugr sind hier schon mal deutlich schwierigere Kost. Zum einen, weil sie einen fast 20 minütigen Track beisteuern, der Death/Black Metal in technisch versierter Art und komplex dargeboten präsentiert. Hervorzuheben ist sofort der Drummer. Der dürfte, sofern er das technische Können auch live umsetzen kann, mit den Großen im Metal mithalten können. Besonders interessant wird es, wenn er während dem überlangen Stück die Übergänge von midtempo zu rasend und umgekehrt führt. Man braucht hier aber wahrscheinlich mehrere Durchgänge und nicht jeder wird damit warm werden. Aber was solls?! Mir gefällt es und ich werde mir die Split noch häufiger anhören. V.a. das Cover soll hier noch erwähnt werden. Es erinnert nämlich nicht wenig an z.B. die Gemälde von Dali. Befremdlich und trotzdem beeindruckend.

Sadistic Dementor

Corpus Diavolis – Atra Lumen

Erstes Review von mir auf der neuen und knackigen SR Seite!!!
Corpus Diavolis heißt die Truppe, die mit ihrem Black Metal aus Frankreich seit bereits 2009 ihr Unwesen treiben. Mit dem aktuellen Album sogar mittlerweile das dritte Vollwerk. Wie meist aus Frankreich in hoher Qualität. Die Produktion ist druckvoll und sauber. Vielleicht schon ein bischen zu sauber. Denn Black Metal Puristen, die auf Bands der Marke „Sadistik Exekution“ stehen, werden hier mit den Augen rollen. Alle anderen sollten die Band jedoch antesten. Gekonnt wird die atmosphärische Musik sehr variabel teils in Midtempo, teils in typisch rasender Manier präsentiert.
Der Sänger hört sich markant an, zur Abwechslung ist auch einmal der Bass zu hören. Und das ist wirklich positiv zu werten. Vor allem der letzte Song sticht hier dann noch heraus als episches Werk mit dem Namen „sick waters“. Abschließend kurzer Kommentar zum Cover. Auch dieses weiß zu gefallen und zeigt mit dem momentan häufig zu sehenden vermummten Kuttenabndfoto ein in sich stimmiges Gesamtbild. Daumen hoch und weiter so!

Sadistic Dementor

CHTHE’ILIST – Le dernier crépuscule

So was haben wir denn hier feines…., eine kanadische Tech-Death Kapelle die ihr Handwerk definitv versteht und mich beim Thema „TechDeath“ nicht gleich angewiedert wegschallten lässt. Die Band lehnt sich mit Ihrem Debüt, dass auf Profund Lore Records erschienen ist, stark an den finnischen Death Metal Klassiker „Nespithe“ von Demilich an und wirkt dabei unheimlich frisch.

Das Album rotiert ganze 53 Minuten, wird zu keiner Sekunde langweilig und bietet dem Höhrer die volle Breitseite an amtosphärischem Frickel Death Metal.

Im ersten Hördurchlauf wirkte „Le dernier crépuscule“ etwas chaotisch, aber nicht im schlechten Sinne, es hat mich gar dazu animiert alles stehen und liegen zu lassen und mich mit dem Booklet in der Hand auf meinen Arsch zu setzten um in das Chaos voll und ganz abzutauchen.

Aber das Wort „Chaos“ soll euch jetzt nicht abschrecken, denn bei genauem hinhöhren wirkt es gar nicht mehr so chaotisch, vielmehr sehr detailverliebt und top arrangiert. Trotz der ganzen technischen Finesse versteht es der kanadische Vierer mich richtig in ihren Bann zu ziehen, was nicht viele technische Frickeleskapaden heutzutage schaffen.

Mann hört der Band ihre Leidenschaft an. Hier ist alles an seinem Platz. Fiese Riffs gepaart mit spektakulären Soli, perfekten Breaks diese mein Death Metal Herz höher schlagen lassen. Dazu wurde das Songwriting noch mit dezenten Keyboardklängen verfeinert, die das Debüt dichter als ein schwarzes Loch erklingen lassen. Aber für mich der Hauptgrund was das Album zu meinen Favoriten zählen lässt, ist der Gesang. Der Gesang beziehungsweise der Sänger weiss genau wann er sich etwas zurücknehmen sollte um die volle Atmosphäre, diese sich textlich mit Lovercraftischem Chaos befasst, zu erschaffen. Oder auch mal mehr in den Vordergrund treten muss um zusätzlich noch ein paar Akzente zu setzten. Hier wird nicht nur stupide gegrunzt, das hier ist ganz großes Kino. Ab und an wird auch mal fein im Demilich Stile gegurgelt was ich als Verbeugung vor den Helden verstehe und wenn es dem Song dienlich ist darf es eben auch mal epischer Klargesang sein.

Der Sound von „Le dernier crépuscule“ rundet das ganze perfekt ab, klingt wie eine dunklere und moderne Version von „Nespithe“.

So aber jetzt genug geschwärmt holt euch das Teil und huldigt dem erschaffenen Chaos von Chthe’ilist.

https://www.facebook.com/Chtheilist

Atomic VVitchhunter

NEWS FROM THE NORTH – Skogen – Eld OUT NOW!

Bandcamp:
http://skogensweden.bandcamp.com

North American HQ:
http://shop.bindrunerecordings.com

Tracklist:
1. Djävulens Eld
2. Apokalypsens Vita Dimma
3. Genom Svarta Vatten
4. Nihil Sine Morte
5. Aska
6. Svavelpsalm
7. Orcus Labyrint
8. Monolit

Order: http://ylj5.r.a.d.sendibm1.com/26uxa7ja82e93d.html

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