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Rectal Smegma – Gnork

Yeahaaa! Brutal Death Grind mit Groove! So muss das, Leute! Mit dem nötigen Witz hämmer-prügeln sich die vier Holländer durch ihre 17 Songs. Der eine fließt in den anderen, wie eine übelriechende Eiterblutmischung, über. Von wahnsinnigem Tempo über groovendes doublebase, sowie technisch gut umgesetzt, ist es ein wahrer Genuss dieser Orgie zu lauschen! Von Carcass über Dying Fetus und zig andere Knüppelbands standen hier Pate. Und mit einer Bandhistorie zurückreichend bis 2005 kann man also auch schon auf Erfahrung schließen. Und als alter Soundfetischist staune ich dann auch noch Bauklötze, wie fett die Produktion am Ende doch geworden ist. Mit diesem Bandnamen ist man zu guter letzt auch noch ein richtiger Hingucker, wenn man mal mit seiner Perle einen entspannten Sonntagsspaziergang durch die Parkanlagen samt Kinderspielplätzen unterwegs ist. Hach, wie ist das Gehackte schön! Knüppel aus dem Sack, zack, zack, zack!

https://www.facebook.com/rectalsmegmawestlandgoregrind/

Sadistic Dementor

Forgotten Woods – as the wolves gather

Wow…., lange nix gehört von dieser Band. Damals von No Colours veröffentlicht und quasi kurz nach Bands wie Helheim, Emperor und Konsorten in der zweiten Reihe des norwegischen Black Metals stehend. 1994 ist schon lange her, und trotzdem kommen wohlige Erinnerungen wieder hoch, als ob es gestern gewesen wäre. Heutzutage wäre eine solche Veröffentlichung bicht möglich, bzw. würde u.U. in der Luft zerrissen werden. Die Instrumente hören sich etwas sehr einfach an und der Sound ist doch etwas dünn. Aaaaaaabbbbeeeerrr! Liebe Leute, früher hat man halt nicht gefühlte 3000 Versuche pro Song gehabt und ist ungefähr 300 Mal in den Song wieder eingestiegen bei der Aufnahme. Da hat man das Material so eingespielt, dass man sich nicht verzettelt hat. Sprich man hat nicht weit über seine musikalischen Fähigkeiten gelärmt. Und was daraus entstand hatte so auch automatisch mehr Atmosphäre. Diese Platte klingt „kalt“! Dieser Gesang „schmerzt“ in den Ohren! Und das ist auch gut so. Auch der Albumtitel bzw. das Cover wäre heute nicht mehr möglich, oder gar der Bandname. Aber dafür gab es auch die 90er.
Also, liebe Freunde von Kult und Co. AM 5. May kommt dieses Machwerk aus 1994 wieder auf den Markt als Re-issue. Wer die Band nicht kennt, weil z.B. zu jung, unbedingt anhören. Das ist Black Metal Unterricht! Wer sind ansonsten nicht kennt hat früher wohl zuviel Poison gehört!

Sadistic Dementor

THE LOOM OF TIME – NihilReich

Bei „The loom of time“ handelt es sich um eine noch recht junge Band aus Wales. Das Labelinfo schreibt gleich am Anfang folgendes: „The Loom of Time is a novel blend of black metal, death metal and doom – music that constantly forges forward, but keeps its roots in the unassailable heritage of rock and heavy metal.“
Äh… ja…., also alles? Oder wie jetzt?
Egal, Labelinfos lese ich mir persönlich meistens eh nicht durch, sondern höre mir zuerst die Mucke an. Habe ich auch hier gemacht. Danach hatte ich dann das besagte Info gelesen und mir dann gedacht „Ach joa, dat stimmt ja wohl…“. Und genau hier liegt der Hund begraben!
Zu Gute halten muss man der Band, dass sie Wert darauf legt, alles in sich stimmig zu versuchen. Das Cover ist erstmal sehr solide und sieht gut aus. Das Bandlogo wurde professionell angefertigt und nicht selbst gekrakkelt-zeichnet. Die Produktion ist fett, klar und eigentlich kann man hier auch nicht so richtig meckern. Aber jetzt kommts. Es handelt sich hier um drei Jungs, die quasi alle Musikstile im Rock-Musik Bereich irgendwie verwursten. Black Metal Geschrei, klarer Gesang, Instrumentals, mal schnell, mal groovy. Und zu guter Letzt auch noch breakdown riffs! Man hört der Produktion an, dass sie niemals diese Songs zu dritt live auf der Bühne präsentieren können. Zuviel eingespielte Gitarren, verkniffeltes drumming, komplizierte Gesangslinien. Jajaja, mit der modernen Aufnahmetechnik heutzutage ist das alles möglich. Was ich auch nicht unbedingt schlecht finde. Allerdings haben sich the loom of time hier etwas verzettelt bzw. zu dick aufgetragen. Hier trifft das Sprichwort „manchmal ist weniger, mehr“ den Nagel auf den Kopf (Sprichwort, nach dem Sprichwort, wie geistreich ich doch bin, höhöhö…).
Man will viel bzw. alles, vergisst dabei jedoch, sich auf irgendeinen Stil einzuspielen.
Für Leute, die gerne den oben genannten Mix antesten und offen für neue Sachen sind okay. Für Puristen eher ein Kraus. Jedoch fehlt es den Jungs nicht an Ideenreichtum oder mangelndem Spielvermögen. Beim nächsten Mal würde ich mir wünschen, sich ein bischen auf eine Richtung zu konzentrieren, und dabei natürlich trotzdem modern zu klingen.
Spontan würden mir da jetzt Hull aus New York einfallen. Diese gibts nur leider auch schon nicht mehr….

Sadistic Dementor

CRUTHU – THE ANGLE OF ETRENITY

Tach ihr Plebs. Eins sag ich euch, dass Leben als Schallplattenbewerter ist nicht leicht, meist wird man von irren Webadministratoren mit Links zu Bandspromotionzeugs zubombardiert, das man nach 3 Wochen weiss was man in den kommenden 2 Jahren abzuarbeiten hat. Da sind noc die neuen Releases der Mainacts, die jeder lesen will, wie z.B. Cannibal Corpse oder sogar Hammerfall (Ja!!!! Sogar sowas wollen die Leute) gar nicht mit einberechnet.
So hechtet man neben seinem regulären Leben und dem Scheinrezessionist hin und her und wird gleichzeitig zu Hure der Medien und gar mancher Bands, man will schliesslich nicht mit „Hatemail“ oder gar körperlicher Gewalt zugespamt werden. Aber nicht so bei Schlachtenruf, hier ist jeder Schreiberling eine wandelnde 10 Mann Armee mit chronischem Mastubationsleiden und einer Mimik wie sieben Tage Regenwetter.

Oh mein Gott ich schweife ab….

Weswegen waren wir hier? Ach ja einem Review

Wisst ihr Leute, manchmal hat man Glück und es ist einer dieser Tage man klickt sich gelangweilt durchs Netz und bleibt dabei auf irgendeiner Seite hängen, weil man etwas interessantes sieht (Titten z.B.) oder gar etwas cooles hört das einen in seinen Bann zieht. Ohne Mist so ist es mir vor ein paar Wochen ergangen und ich habe Cruthu auf einer der wohl bekanntesten Streamingseiten des Planeten gefunden. Ich war sofort angefixt. Der bodenständige und ehrliche Doom des Vierers aus Michigan passte bot den perfekten Soundtrack zu einem einsamen verregneten Sonntagmorgen.
Was mich dabei letztendlich so fasziniert hat, kann ich bis heute nicht sagen. Es ist wahrscheinlich das komplette Paket was dieses Album zur Dauerrotation in meiner Schleife machte.
Hier gibt es eben mal kein wir sind das nächste neue große Ding und wir sind total eigenständig und innovativ in dem was wir machen. Einfach ehrlicher bodenständiger Doom, der sich bei Bands Bands wie Saint Vitus, Lord Vicar und Black Sabbath (verdammt die Grossen Bands haben meist immer einen Namen der sich aus zwei Worten zusammensetzt) bedient. Die Scheibe läuft knapp über eine halbe Stunde hat einen amtlichen Sound der nicht zu dreckig und nicht zu sauber daherkommt, hätte vielleicht etwas mehr Druck vertragen können, aber taugt mir so. Besonders hervorheben mag ich den Gesang von Ryan Evans, diese Stimme werde ich so schnell nicht aus meinen Gehörgängen bekommen. Die sechs Songs sind gut arrangiert und fügen sich zu einem soliden Ganzen zusammen. Was kann ich euch noch dazu erzählen? Eigentlich nichts mehr grossartiges, außer das „The Angle of Eternity“ definitiv mal euer Gehör finden sollte, falls ihr Freunde von doomigen Klängen seid.
Achja eins sei vielleicht noch zu sagen um euch das Album etwas mehr ans Herz zu legen. Das Review wurde von mir verfasst, nicht deswegen weil die Band darum gebeten hat, die wissen garnicht das es uns gibt. Sondern ich finde die Gruppe hat es verdient gehört zu werden. Wenn ihr auf meine Meinung zählt und euch das Teil dadurch anhört fühlt euch auf die Stirn geküsst (no Homo), falls ihr einfach weiterklickt dann fickt euch.

https://cruthu.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/cruthuband

Atomik VVitchhvnter

BLACK FAITH – NIGHTSCAPES

Die italienischen Black Metaller von Black Faith sind einigen von Euch bestimmt noch von der Split E.P. mit Silberbach im Gedächtnis geblieben, die im Jahre 2014 via Knochensack Versand unter die Leute gebracht wurde.
„Nightscapes“ ist nun die zweite Langrille, das von Throat Records veröffentlicht wird. Laut Biographie hat die Gruppe unzählige Gigs durch ihr Heimatland hinter sich und ich finde, das man diese Routine dem Album zu jeder Zeit anhört. Das Liedgut schiesst meist pfeilschnell und traditionell aus den Boxen und rollt wie ein Panzer über den Hörer hinweg. Die hohe Aggression der Songs mag ich hier besonders hervorheben, diese bietet den Songmaterial eine bodenständige Grundlage um das ein oder andere Lead, wie z.B. in dem Song „NeverEternal“ stärker hervorzuheben. Das Album hat eine Spielzeit von 67 Minuten beinhaltet ein Outro und ein kleines „Intermezzo“. Als Anspieltips würde ich hier den Opener „Obsceratio“ und den Titeltrack „Nightscapes“ empfehlen, diese haben sich nach erstmaligem höhren direkt in mein Hirn eingebrannt.
Das Album wurde vom ehemaligen Mitstreiter Acheron mit einem klaren Sound veredelt, der aber trotzdem noch ein wenig den dreckigen traditionellen Black Metal Klang mit einbindet… herrlich und eine angenehme Abwechslung zu den unzähligen glattpolierten Releases, die es heutzutage leider viel zu häufig gibt.
Also checkt die Jungs aus, ihr werdet es nicht bereuen!!!!

Atomik VVitchhvnter

Diĝir Gidim – I Thought There Was the Sun Awaiting My Awakening

Joa…, neue Band. Keine Infos zur Herkunft und Bandfotos wie von Arckanum. Occult ritualistic Black Metal schreibt das Labelinfo. Trifft auch zu würde ich sagen. Auf jeden Fall KEINE Band, bei der man sich ein Bier aufmacht und die Sache im Hintergrund laufen lässt, während man mit anderen über die neue Frisur von Rob Halford diskutiert.
Nein, Lalartu und sein Kollege Utanapištim Ziusudra (meine Fresse, unaussprechliche Kult-Namen…) ziehen ihr Ding auf jeden Fall durch! Die Musik ist nicht leicht bekömmlich. Und die Umsetzung stimmig im Gesamtkonzept. Die Band reiht sich ein in Liste von neuen Bands aus dem Black Metal, die ernst genommen werden will und dennoch was neues ausprobiert. Spricht die Bilder der Musiker wirken bedrohlich, ähnlich der Leute von Cult of Fire oder Batushka (ja, ich weiss, hier scheiden sich die Geister…). Aber man hat augenscheinlich nicht vor, das Flair der Endneunziger oder 2000er wiederaufleben zu lassen mit Killernieten und Corpsepaint. AUf jeden Fall, kann man bisher genannte Bands mit einer zusätzlichen Portion an Vertrackheit als grobe Orientierung hernehmen für die Musik von Diĝir Gidim. So, und jetzt weiss auch jeder, ob er der Band eine Chance geben soll oder lieber die Finger davon lässt.

Sadistic Dementor

Haar / Ur Draugr

Vor mir liegt die Split-Scheibe von Haar aus U.K. und Ur Draugr aus Australien. Veröffentlicht von ATMF Records. Erstere präsentieren eine rasiermesserscharfe Produktion, die vereinzelt an Mayhems wolf`s lair abyss erinnert und mit durchdachten und eingängigen Melodien zu gefallen weiss. Kalt und klirrend schneidet sich der Sound durch die Musik der Briten und zeigt eine ordentliche Portion Eigenständigkeit. Man schafft es, moderne und traditionelle Töne zu vereinen. Dabei tritt beim ersten Durchlauf nicht ein herausragender Song in den Vordergrund. Was aus meinen Augen nicht von Nachteil ist. Denn die Songs gehen gut ineinander über und passen stimmig zusammen. Einzig der Bandname dürfte im deutschen Sprachgebrauch zu dem einen oder anderen Kalauer führen… .
Ur Draugr sind hier schon mal deutlich schwierigere Kost. Zum einen, weil sie einen fast 20 minütigen Track beisteuern, der Death/Black Metal in technisch versierter Art und komplex dargeboten präsentiert. Hervorzuheben ist sofort der Drummer. Der dürfte, sofern er das technische Können auch live umsetzen kann, mit den Großen im Metal mithalten können. Besonders interessant wird es, wenn er während dem überlangen Stück die Übergänge von midtempo zu rasend und umgekehrt führt. Man braucht hier aber wahrscheinlich mehrere Durchgänge und nicht jeder wird damit warm werden. Aber was solls?! Mir gefällt es und ich werde mir die Split noch häufiger anhören. V.a. das Cover soll hier noch erwähnt werden. Es erinnert nämlich nicht wenig an z.B. die Gemälde von Dali. Befremdlich und trotzdem beeindruckend.

Sadistic Dementor

Corpus Diavolis – Atra Lumen

Erstes Review von mir auf der neuen und knackigen SR Seite!!!
Corpus Diavolis heißt die Truppe, die mit ihrem Black Metal aus Frankreich seit bereits 2009 ihr Unwesen treiben. Mit dem aktuellen Album sogar mittlerweile das dritte Vollwerk. Wie meist aus Frankreich in hoher Qualität. Die Produktion ist druckvoll und sauber. Vielleicht schon ein bischen zu sauber. Denn Black Metal Puristen, die auf Bands der Marke „Sadistik Exekution“ stehen, werden hier mit den Augen rollen. Alle anderen sollten die Band jedoch antesten. Gekonnt wird die atmosphärische Musik sehr variabel teils in Midtempo, teils in typisch rasender Manier präsentiert.
Der Sänger hört sich markant an, zur Abwechslung ist auch einmal der Bass zu hören. Und das ist wirklich positiv zu werten. Vor allem der letzte Song sticht hier dann noch heraus als episches Werk mit dem Namen „sick waters“. Abschließend kurzer Kommentar zum Cover. Auch dieses weiß zu gefallen und zeigt mit dem momentan häufig zu sehenden vermummten Kuttenabndfoto ein in sich stimmiges Gesamtbild. Daumen hoch und weiter so!

Sadistic Dementor