KEITZER – Ascension

Hier liegt sie also vor mir. Die sechste mörderische Abrissbirne von Keitzer. Und damit beweisen diese erneut, dass es noch Leute gibt, die wissen wie man in 46 Minuten alles kurz und klein prügelt. Und dabei handelt es sich um eine extrem gekonnte Mischung aus Death Metal und Grindcore. Und besonders fällt hier die Stimme von Christian Chaco auf. Mir persönlich ist es wichtig, dass eine Band auch einen gewissen Wiedererkennungswert hat. Und das liegt bei Keitzer nicht zuletzt an Christian Chaco. Der schreit sich nämlich die Seele aus dem Leib und zwar so, dass man schon fast das Gefühl bekommt, dass beim nä. Schrei die Lunge auf den Bühnenboden klatscht.
So, und lasst euch nicht von sovielen scheiss Gequatsche aus anderen Reviews irritieren! Denn ich habe jetzt mal geguckt, was andere so über Keitzer geschrieben haben und habe eigentlich erwartet, dass die Jungs gefeiert werden.
Aber anscheinend gibt es immer noch zuviele Pussies im Metal, die nicht kapieren worauf es eigentlich ankommt.
Denn auf Ehrlichkeit! Es gibt doch ohnehin schon gefühlte 2 Mio. Underground Bands nur in Deutschland. Und das Rad neu erfinden wird auch immer schwieriger. Und eines sage ich euch hier. Die Band passt, wie Arsch auf Eimer auf z.B. das Obscene Extreme, das Fuck the Commerce (R.I.P.) o.ä. ehrliche Festivals. Und wenn ich die Gelegenheit bekommen sollte Keitzer mal live zu sehen, dann werde ich diese 110% auch wahrnehmen. Zum guten Schluss noch zwei wichtige, aber schnell abhandelbare, Punkte. Erstens, der Sound ist amtlich und prügelhart. Passt also genau zur Band. Zweitens, das Cover ist ordentlich gemacht und passt eindeutig ins Bild. Aber das seht ihr ja eh selbst über diesem Review. Schönen Sonntag noch ihr da draußen.

Sadistic Dementor

Monolith – Mountain

Also Leute! Ich habe heute einen richtig guten Tag gehabt. Alles lief rund! In der Arbeit, in der Freizeit, mit der Frau. Und jetzt sitze ich hier, trinke ein Bier mit meinem Mitbewohner und wir lauschen parallel den klängen von Monolith. Was soll ich sagen? Was will man mehr?
Um eines klar zu stellen. Die Band macht alles andere, als das Rad neu zu erfinden. Aber folgendes: Wie, verflucht noch eins, schafft man es, einen Sänger zu finden, der noch mehr nach Ozzy Osbourne klingt, als Ozzy himself? Ja, die Jungs aus Bremen machen vieles richtig. Die Gitarre ist bluesig geil. Die Röhren Amps drönen. Die Mucke rollt. Ich feier die Truppe gerade ordentlich ab. „Moonshine Mediction“ als Beispiel herausgenommen schon mal groovt ohne Ende. Sofort kann ich mir die Musik auch live gut vorstellen. Trockener Sound, ohne viel Schnickschnack. Das Schlagzeug hört sich noch nach echtem Schlagzeug an. Jedes Instrument ist gut differenziert. Goil!
Einzig das Cover will aufgrund des eher modernen Touches nicht so richtig ins Gesamtbild passen. Aber was solls? Hört euch die Sache an. Rockt!!!

und zwar z.B. hier: https://monolithdoomrock.bandcamp.com/

Sadistic Dementor

Scalpture – Panzerdoktrin

Death Metal aus Bielefeld, Leute! Von Final Gate Records veröffentlichte Kost. So, und was tönt uns entgegen aus Bielefeld? Ordentlich präsentiert sich die Truppe mit einer guten Portion Einfluss der alten Recken. Und ich fande das besser, als wenn man jetzt versuchen würde, die nächste große wir-wollen-klingen-wie-Uriah Heep-meets-Darkthrone-mit-Kevin SHarp-am-Mikro Band zu sein. ich höre Asphyx und Bands wie Dismember aus den Gitarren heraus. Klar das man hier das Gaspedal nicht auf den Asphalt durchdrückt. Und das ist auch gut so. Der nötige Groove und somit Wiedererkennungswert geht nicht verloren und live lässt sich so auch einfacher Stimmung machen, nehme ich mal an. Als Kritikpunkt muss ich hier nur den Sound vom Schlagzeug nennen. Die Snare klingt so hoch-klirrend, dass sie schon fast nervt. Mit einem nervösen Augenzucken erinnere ich mich an z.B. die aufgelösten Impending Doom, deren Snaresound auch so katastrophal war (witzig, dass der dort lärmenden Patrick Engel, heute quasi auf jeder zweiten Veröffentlichung, wie schon fast der Peter Tägtren am Werk war…).
Das Thema mit Panzer, etc. finde ich persönlich etwas ausgelutscht. Aber meinetwegen, wems gefällt. Cover solide gezeichnet. Schriftzug goil! Also, wer Interesse an bodenständigem Death Metal hat und gerne mal, wie ich, in der guten alten Zeit schwelgt, ist hier richtig!

Sadistic Dementor

Analkholic – Stricty drunk

Okay, ich finde Grindcore oder Brutal Death schon sehr geil. Und auch bei dieser Band wird mein gelegentlich sehr stumpfer Humor bedient. Köstlich kann ich mich über die Intros amüsieren. Und ja klar, wie immer dürfen hier einige mit den Augen rollen, da die Truppe überaus kindisch und alles andere als political-correct agiert. Wie viele andere Grindbands tritt diese Truppe feministische Wert mit den Füßen. Aber mal ehrlich, welche richtig emanzipierte Frau nimmt solch einen Blödsinn denn noch ernst? Denn genau das sind die vielen abartigen Intros und Samples. Unterhaltsamer Blödsinn. Und so nehme ich die Sache mit Humor. Bei den Songtiteln könnte ich mich auch wieder kringeln vor Lachen. Und auch hier wird sich der eine oder andere denken „Schlachtenruf findet also auf höchsten Niveau statt!“. Aber ganz ehrlich? Es geht um Musik und nicht um den nächsten geistreichen Kommentar irgendwelcher politischen Denker o.ä.. Und um ehrlich zu sein. Zum aktuellen Zeitpunkt nehme ich solche Bands, wie Analkholic, deutlich ernster als die Staatenlenker von Weltmächten, wie USA, Russland, Deutschland, etc..
So, nun zur Musik: Wie der einstige Sodom Titel: „YYou get, what you deserve!“ Grind as fuck, Brutal as a hard cock in your butt! Ihr bekommt, was man von einer solchen Band, alleine schon wegen dem Bandnamen, erwartet. Schlagt zu und lasst euch mit der Abrissbirne niedermähen. Regt euch über den Stumpfsinn auf, wenn euch eure Lebenszeit nicht zu schade ist, oder genießt einfach den Unterhaltungswert, so wie ich!

Euer grindender

Sadistic Dementor

Rectal Smegma – Gnork

Yeahaaa! Brutal Death Grind mit Groove! So muss das, Leute! Mit dem nötigen Witz hämmer-prügeln sich die vier Holländer durch ihre 17 Songs. Der eine fließt in den anderen, wie eine übelriechende Eiterblutmischung, über. Von wahnsinnigem Tempo über groovendes doublebase, sowie technisch gut umgesetzt, ist es ein wahrer Genuss dieser Orgie zu lauschen! Von Carcass über Dying Fetus und zig andere Knüppelbands standen hier Pate. Und mit einer Bandhistorie zurückreichend bis 2005 kann man also auch schon auf Erfahrung schließen. Und als alter Soundfetischist staune ich dann auch noch Bauklötze, wie fett die Produktion am Ende doch geworden ist. Mit diesem Bandnamen ist man zu guter letzt auch noch ein richtiger Hingucker, wenn man mal mit seiner Perle einen entspannten Sonntagsspaziergang durch die Parkanlagen samt Kinderspielplätzen unterwegs ist. Hach, wie ist das Gehackte schön! Knüppel aus dem Sack, zack, zack, zack!

https://www.facebook.com/rectalsmegmawestlandgoregrind/

Sadistic Dementor

Forgotten Woods – as the wolves gather

Wow…., lange nix gehört von dieser Band. Damals von No Colours veröffentlicht und quasi kurz nach Bands wie Helheim, Emperor und Konsorten in der zweiten Reihe des norwegischen Black Metals stehend. 1994 ist schon lange her, und trotzdem kommen wohlige Erinnerungen wieder hoch, als ob es gestern gewesen wäre. Heutzutage wäre eine solche Veröffentlichung bicht möglich, bzw. würde u.U. in der Luft zerrissen werden. Die Instrumente hören sich etwas sehr einfach an und der Sound ist doch etwas dünn. Aaaaaaabbbbeeeerrr! Liebe Leute, früher hat man halt nicht gefühlte 3000 Versuche pro Song gehabt und ist ungefähr 300 Mal in den Song wieder eingestiegen bei der Aufnahme. Da hat man das Material so eingespielt, dass man sich nicht verzettelt hat. Sprich man hat nicht weit über seine musikalischen Fähigkeiten gelärmt. Und was daraus entstand hatte so auch automatisch mehr Atmosphäre. Diese Platte klingt „kalt“! Dieser Gesang „schmerzt“ in den Ohren! Und das ist auch gut so. Auch der Albumtitel bzw. das Cover wäre heute nicht mehr möglich, oder gar der Bandname. Aber dafür gab es auch die 90er.
Also, liebe Freunde von Kult und Co. AM 5. May kommt dieses Machwerk aus 1994 wieder auf den Markt als Re-issue. Wer die Band nicht kennt, weil z.B. zu jung, unbedingt anhören. Das ist Black Metal Unterricht! Wer sind ansonsten nicht kennt hat früher wohl zuviel Poison gehört!

Sadistic Dementor

THE LOOM OF TIME – NihilReich

Bei „The loom of time“ handelt es sich um eine noch recht junge Band aus Wales. Das Labelinfo schreibt gleich am Anfang folgendes: „The Loom of Time is a novel blend of black metal, death metal and doom – music that constantly forges forward, but keeps its roots in the unassailable heritage of rock and heavy metal.“
Äh… ja…., also alles? Oder wie jetzt?
Egal, Labelinfos lese ich mir persönlich meistens eh nicht durch, sondern höre mir zuerst die Mucke an. Habe ich auch hier gemacht. Danach hatte ich dann das besagte Info gelesen und mir dann gedacht „Ach joa, dat stimmt ja wohl…“. Und genau hier liegt der Hund begraben!
Zu Gute halten muss man der Band, dass sie Wert darauf legt, alles in sich stimmig zu versuchen. Das Cover ist erstmal sehr solide und sieht gut aus. Das Bandlogo wurde professionell angefertigt und nicht selbst gekrakkelt-zeichnet. Die Produktion ist fett, klar und eigentlich kann man hier auch nicht so richtig meckern. Aber jetzt kommts. Es handelt sich hier um drei Jungs, die quasi alle Musikstile im Rock-Musik Bereich irgendwie verwursten. Black Metal Geschrei, klarer Gesang, Instrumentals, mal schnell, mal groovy. Und zu guter Letzt auch noch breakdown riffs! Man hört der Produktion an, dass sie niemals diese Songs zu dritt live auf der Bühne präsentieren können. Zuviel eingespielte Gitarren, verkniffeltes drumming, komplizierte Gesangslinien. Jajaja, mit der modernen Aufnahmetechnik heutzutage ist das alles möglich. Was ich auch nicht unbedingt schlecht finde. Allerdings haben sich the loom of time hier etwas verzettelt bzw. zu dick aufgetragen. Hier trifft das Sprichwort „manchmal ist weniger, mehr“ den Nagel auf den Kopf (Sprichwort, nach dem Sprichwort, wie geistreich ich doch bin, höhöhö…).
Man will viel bzw. alles, vergisst dabei jedoch, sich auf irgendeinen Stil einzuspielen.
Für Leute, die gerne den oben genannten Mix antesten und offen für neue Sachen sind okay. Für Puristen eher ein Kraus. Jedoch fehlt es den Jungs nicht an Ideenreichtum oder mangelndem Spielvermögen. Beim nächsten Mal würde ich mir wünschen, sich ein bischen auf eine Richtung zu konzentrieren, und dabei natürlich trotzdem modern zu klingen.
Spontan würden mir da jetzt Hull aus New York einfallen. Diese gibts nur leider auch schon nicht mehr….

Sadistic Dementor

CRUTHU – THE ANGLE OF ETRENITY

Tach ihr Plebs. Eins sag ich euch, dass Leben als Schallplattenbewerter ist nicht leicht, meist wird man von irren Webadministratoren mit Links zu Bandspromotionzeugs zubombardiert, das man nach 3 Wochen weiss was man in den kommenden 2 Jahren abzuarbeiten hat. Da sind noc die neuen Releases der Mainacts, die jeder lesen will, wie z.B. Cannibal Corpse oder sogar Hammerfall (Ja!!!! Sogar sowas wollen die Leute) gar nicht mit einberechnet.
So hechtet man neben seinem regulären Leben und dem Scheinrezessionist hin und her und wird gleichzeitig zu Hure der Medien und gar mancher Bands, man will schliesslich nicht mit „Hatemail“ oder gar körperlicher Gewalt zugespamt werden. Aber nicht so bei Schlachtenruf, hier ist jeder Schreiberling eine wandelnde 10 Mann Armee mit chronischem Mastubationsleiden und einer Mimik wie sieben Tage Regenwetter.

Oh mein Gott ich schweife ab….

Weswegen waren wir hier? Ach ja einem Review

Wisst ihr Leute, manchmal hat man Glück und es ist einer dieser Tage man klickt sich gelangweilt durchs Netz und bleibt dabei auf irgendeiner Seite hängen, weil man etwas interessantes sieht (Titten z.B.) oder gar etwas cooles hört das einen in seinen Bann zieht. Ohne Mist so ist es mir vor ein paar Wochen ergangen und ich habe Cruthu auf einer der wohl bekanntesten Streamingseiten des Planeten gefunden. Ich war sofort angefixt. Der bodenständige und ehrliche Doom des Vierers aus Michigan passte bot den perfekten Soundtrack zu einem einsamen verregneten Sonntagmorgen.
Was mich dabei letztendlich so fasziniert hat, kann ich bis heute nicht sagen. Es ist wahrscheinlich das komplette Paket was dieses Album zur Dauerrotation in meiner Schleife machte.
Hier gibt es eben mal kein wir sind das nächste neue große Ding und wir sind total eigenständig und innovativ in dem was wir machen. Einfach ehrlicher bodenständiger Doom, der sich bei Bands Bands wie Saint Vitus, Lord Vicar und Black Sabbath (verdammt die Grossen Bands haben meist immer einen Namen der sich aus zwei Worten zusammensetzt) bedient. Die Scheibe läuft knapp über eine halbe Stunde hat einen amtlichen Sound der nicht zu dreckig und nicht zu sauber daherkommt, hätte vielleicht etwas mehr Druck vertragen können, aber taugt mir so. Besonders hervorheben mag ich den Gesang von Ryan Evans, diese Stimme werde ich so schnell nicht aus meinen Gehörgängen bekommen. Die sechs Songs sind gut arrangiert und fügen sich zu einem soliden Ganzen zusammen. Was kann ich euch noch dazu erzählen? Eigentlich nichts mehr grossartiges, außer das „The Angle of Eternity“ definitiv mal euer Gehör finden sollte, falls ihr Freunde von doomigen Klängen seid.
Achja eins sei vielleicht noch zu sagen um euch das Album etwas mehr ans Herz zu legen. Das Review wurde von mir verfasst, nicht deswegen weil die Band darum gebeten hat, die wissen garnicht das es uns gibt. Sondern ich finde die Gruppe hat es verdient gehört zu werden. Wenn ihr auf meine Meinung zählt und euch das Teil dadurch anhört fühlt euch auf die Stirn geküsst (no Homo), falls ihr einfach weiterklickt dann fickt euch.

https://cruthu.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/cruthuband

Atomik VVitchhvnter

BLACK FAITH – NIGHTSCAPES

Die italienischen Black Metaller von Black Faith sind einigen von Euch bestimmt noch von der Split E.P. mit Silberbach im Gedächtnis geblieben, die im Jahre 2014 via Knochensack Versand unter die Leute gebracht wurde.
„Nightscapes“ ist nun die zweite Langrille, das von Throat Records veröffentlicht wird. Laut Biographie hat die Gruppe unzählige Gigs durch ihr Heimatland hinter sich und ich finde, das man diese Routine dem Album zu jeder Zeit anhört. Das Liedgut schiesst meist pfeilschnell und traditionell aus den Boxen und rollt wie ein Panzer über den Hörer hinweg. Die hohe Aggression der Songs mag ich hier besonders hervorheben, diese bietet den Songmaterial eine bodenständige Grundlage um das ein oder andere Lead, wie z.B. in dem Song „NeverEternal“ stärker hervorzuheben. Das Album hat eine Spielzeit von 67 Minuten beinhaltet ein Outro und ein kleines „Intermezzo“. Als Anspieltips würde ich hier den Opener „Obsceratio“ und den Titeltrack „Nightscapes“ empfehlen, diese haben sich nach erstmaligem höhren direkt in mein Hirn eingebrannt.
Das Album wurde vom ehemaligen Mitstreiter Acheron mit einem klaren Sound veredelt, der aber trotzdem noch ein wenig den dreckigen traditionellen Black Metal Klang mit einbindet… herrlich und eine angenehme Abwechslung zu den unzähligen glattpolierten Releases, die es heutzutage leider viel zu häufig gibt.
Also checkt die Jungs aus, ihr werdet es nicht bereuen!!!!

Atomik VVitchhvnter

Extreme Music Online Zine