Scalpture – Panzerdoktrin

Death Metal aus Bielefeld, Leute! Von Final Gate Records veröffentlichte Kost. So, und was tönt uns entgegen aus Bielefeld? Ordentlich präsentiert sich die Truppe mit einer guten Portion Einfluss der alten Recken. Und ich fande das besser, als wenn man jetzt versuchen würde, die nächste große wir-wollen-klingen-wie-Uriah Heep-meets-Darkthrone-mit-Kevin SHarp-am-Mikro Band zu sein. ich höre Asphyx und Bands wie Dismember aus den Gitarren heraus. Klar das man hier das Gaspedal nicht auf den Asphalt durchdrückt. Und das ist auch gut so. Der nötige Groove und somit Wiedererkennungswert geht nicht verloren und live lässt sich so auch einfacher Stimmung machen, nehme ich mal an. Als Kritikpunkt muss ich hier nur den Sound vom Schlagzeug nennen. Die Snare klingt so hoch-klirrend, dass sie schon fast nervt. Mit einem nervösen Augenzucken erinnere ich mich an z.B. die aufgelösten Impending Doom, deren Snaresound auch so katastrophal war (witzig, dass der dort lärmenden Patrick Engel, heute quasi auf jeder zweiten Veröffentlichung, wie schon fast der Peter Tägtren am Werk war…).
Das Thema mit Panzer, etc. finde ich persönlich etwas ausgelutscht. Aber meinetwegen, wems gefällt. Cover solide gezeichnet. Schriftzug goil! Also, wer Interesse an bodenständigem Death Metal hat und gerne mal, wie ich, in der guten alten Zeit schwelgt, ist hier richtig!

Sadistic Dementor