Ungod – bewitched by sins and lust

Hier halte ich die neue Ungod Scheibe in den Händen. Na gut…, neu ist relativ. Denn Bewitched by sins and lust ist jetzt auch schon wieder ein Jahr alt. Aber bei einer Band, wie Ungod darf man das ohne weiteres als neu bezeichnen. Wütet die Band immerhin als mehr oder weniger dienstälteste Black Metal Band in Deutschland seit immerhin 1991 durch durch die Botanik. Und in dieser Zeit hat es Ungod geschafft insgesamt drei (!!!) Platten raus zu bringen. Jajaja, gut Ding will Weile haben. Aber egal. Es ist von der alten Besetzung wohl nur noch der Condemptor vertreten, nach Ungod hört es sich aber trotzdem an. Und das ist ein Charaktermerkmal. Früher hat man dem deutschen Black Metal nämlich angehört, dass er aus Deutschland kommt. Bands wie Ungod gehörten in die Reihe von Eminenz (gut, die sind nochmal zwei Jahre älter und die gibts auch noch…) oder Andras. In den 90ern wurden diese Bands zwar immer etwas belächelt, wegen dem riesigen Schwall aus Skandinavien. Aber als diese Art von Black Metal plötzlich so einen Quark wie Dimmu Borgir und Co hervor gebracht hat, waren Ungod immer noch Ungod.
Die Musik ist böse. Der Gesang (sofern man das überhaupt so nennen kann) trieft vor Hass. Die Gitarren hören sich nach Metal an! Das Schlagzeug ist treibend und gnadenlos. Einzelne Songs peitschen dir um die Ohren, wie ein Genickschuss. Der Sound ist transparent und dennoch druckvoll. Hat aber auch den notwendigen Schmutz, welcher bei Black Metal erforderlich ist. Einzelne Songs will ich jetzt gar nicht hervor heben. Hört euch die Scheibe an und bangt dazu. Das Cover ist entsprechend der Musik auch sehr düster und erinnert mich spontan an Watains „sworn to the dark“.
Dann schauen wir mal, ob es wieder sechs bis zwölf Jahre dauert, bis der nächste Hassbatzen von der Truppe aus Unterfranken aus der Versenkung nach oben eitert…..

Sadistic Dementor