Soijl – As the Sun Sets on Life

Aus Schweden kommen diese drei Jungs und machen Melodic/Doom Death Metal. Und da wären wir auch sofort beim eigentlichen Problem. Davon gibt es dummerweise schon zuviele Bands. Und Soijl erfinden mit ihrem zweiten Album nicht unbedingt das Rad neu. Muss ja auch nicht sein. Aber die Songs hören sich eigentlich durch die Bank an, wie schon einmal gehört und so bleibt bei mir persönlich eigentlich nicht wirklich was hängen. Da brauche ich dann auch keinen zweiten oder dritten Durchlauf mehr. Fad dümpelt das Zeug an einem vorbei. Kein Biss, kein Pepp, kein Gar nichts. Irgendwo zwischen altem Zeug a la Crematory (fand ich damals schon ziemlich schlecht…) und die auf Metal Archives erwähnten Saturnus. Sorry…, nix für mich. Auch wenn das Cover ordentlich aussieht. Die Produktion solide ist. Die Leute vorher schon bei anderen Bands Erfahrungen gesammelt haben. Das hilft alles nix. Und da sage ich leider auch nicht „vielleicht beim nächsten Mal“. Eher „vielleicht mit einer anderen Band“.

Sadistic Dementor

Calliophis – cor serpentis

Genauso geht Doom Metal, Leute!!!! Oha, schon wieder das Pferd von hinten aufgesprungen… . So oder so ähnlich. Egal. Calliophis sind für Doom Fans alte Bekannte. Die Sachsen verlangsamen die Zeit bereits seit 2006, mit kurzer Unterbrechung, und wie es sich für eine Doom Band gehört handelt es sich erst um deren zweiten Output. Gut Ding will eben Weile haben. Das im Infotext erwähnte Doom shall rise muss man gar nicht als Reminisenz aufführen. Die Jungs sind auch so eine Macht und benötigen keine längst vergangene Festival Reihen, um sich zu bewerben. Lieber gleich auf kommenenden Festival einen Status erbauen! Und das können Calliophis. Wie langsam und zäh fliessendes Magma aus den urtiefen der Erde, frisst sich die Musik über die ganze Albumlänge durch die Gehörgänge. Die Grabesstimme tönt leidend bis tief rörhend und verfeinert die dargebotene Szenerie einer Apokalyptischen Endzeitkulisse. Einziges Manko ist m.M. nur der etwas zu synthetische Schlagzeugsound. Mir fehlt da immer ein wenig der gute alte Sound von noch warmen Base,- und Snaredrums. Klar, das trockene und u.U. gesampelte Drumkit führt zu deutlicher differenzierterem Sound. Aaaaber…., scheiss drauf! Wenn es nur dieses Manko sein sollte. Da finden sich ziemlich sicher mehr als genug Leute, die das genau wieder anders sehen dürften. Zum Schluss noch kurz zum Cover des Albums. Ein Körper wird von einem Schlangengewühl zerdrückt und in seine Bestandteile zerrissen. Hört euch parallel die Musik dazu an und stellt euch am Besten vor, wie sich so eine Anaconda langsam um einen wickelten, die Knochen langsam knackend bersten und der Gequälte seine letzten Atemzüge tätigt, bevor im das Herz zerspringt und die Augen aus den Höhlen quellen. Joa…, dürfte so oder so ähnlich passen! Deswegen nochmal: Genauso geht Doom Metal!!!

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