Flammenaar – Gottes Sohn

Argh…. Tut mir im Vorfeld schon leid. Deutsche Texte funktionieren leider nur bei gaaaanz, ganz wenigen Bands. Und Flammenaar gehören leider nicht dazu!
Im Infotext mit „…ruüsten sich…für den musikalischen Waffengang…“ beschrieben. Also ehrlich, die Mucke gehört bei den ersten offiziellen Songs unter die Kategorie „braucht kein Mensch“, da zwar gut produziert, aber ohne jeglichen Wiedererkennungswert gefuhrwerkt wird. Der Gesang soll unverwechselbar sein? Selten ist mir beim Autofahren und Musik hören fast ein Unfall passiert. Aber als ich plötzlich den Textvon Hänsel&Gretel gehört habe, habe ich fast die Oma auf dem Zebrastreifen übersehen, weil ich mir Ohren und Augen reiben musste. So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört. Das ist nicht mal lustig, sondern eigentlich nur noch peinlich! Und da versteht man doch dann gleich, warum diverse Leute aus anderen Musiksparten Metal Fans nicht mehr ernst nehmen und als nicht mal mehr kindisch ansehen. Das hört sich an, als ob man die Songidee auf dem Wacken oder irgendeinem ähnlichen idiotischen Open Air gehabt hätte, während man „Slaaaayyyerrr!“ brüllend zwischen die Zelte geschifft hat. Sorry…., das musste jetzt mal raus. Die Musiker können ihre Instrumente spielen. Dann sollte sie sich auch mal hinsetzen und nochmal überlegen, ob das auch wirklich irgendein Mensch hören will, was da fabriziert wurde.

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Mogh – Gach Pazh

Uiuiui…, also vorneweg. Hut ab! Aus dem Iran kommend und in der aktuellen Weltpolitischen Situation so einen Streich machen, traut sich nicht jeder. Aus einem Land kommend, wo so illustre Gestalten wie Ruhollah Chomeini her kamen und Sprüche raus hauten wie: „Universitäten sind gefährlicher als Handgranaten“, sieht es schon ganz anders aus, sich kritisch oder sogar gotteslästerlich zu äußern. Aus diesem Grunde von meiner Seite aus erstmal Daumen hoch deswegen! Ohne Menschen wie diese Jungs, wären wir wahrscheinlich längst in der Welt von George Orwell 1984 gelandet.
Jetzt aber zur Musik und dem Rest. Da fällt meine Bewertung leider nicht so gut aus. Beworben wird die Sache als orientalischer Black Metal mit allerlei unbekannten Instrumenten verfeinert, Hier hört man z.B. ein Tanbur, Divan, Setar, uvm. was der Normalo-Rock-Musikfan nicht so wirklich kennt. Die Idee finde ich auch gut. Nur leider verkommen diese durchaus sehr gut umgesetzten Instrumente zu Intro/Outro/Interlude Beiwerk. Die eigentlichen Songs sind nämlich leider eher schlecht als recht. Will heißen, im Netz finde ich zwar einen Drummer, allerdings hört sich das Schlagzeug oder vielmehr der Sound dazu so grausam an, dass ich schmerzliche Erinnerungen an das Ende der 90er habe, als jeder unbedingt einen Drum-PC ausprobieren musste. Und leider hört es sich dann eben nicht so an, wie früher z.B. Limbonic Art. Die Gitarren sind verwaschen und drucklos bis verhallt und passen damit so gar nicht zum prügelnden Schlagzeug Sound. Insgesamt erkennt man anhand der Songs auch quasi keinen so richtig wieder. Will heißen: Tausend mal so dagewesen und immer noch nicht interessanter!
Jungs, jetzt habt ihr schon so einen interessanten Backround und könnt dazu noch abgefahrene Instrumente spielen! Warum verbindet ihr das dann nicht auch logisch. Gleich der Intro Sound verspricht einiges! Warum da drunter kein langsam treibendes und leicht verhalltes Schlagzeug mit einem stampfenden Bass? Das wäre sooooo viel geiler und würde mehr Leute hinter dem Ofen hervor holen.
Zueltzt noch ein Kommentar zum Cover. Ein Pentagramm und drinnen brennen Moscheen, Kirchen und weiss der Deibel was noch alles. Gähn….. Ihr werbt in der CD mit seltener Ornamente, etc.. Warum dann hier so billig-plakativ? Lasst die Pentagramme und umgedrehten Kreuze bei Gorgoroth, etc..

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Death the Leveller – Death the Leveller

Hier handelt es sich um die erste EP der Iren. Die Mucke geht sofort ins Ohr, ist saumäßig gut produziert und trifft meinen Geschmack sofort. Mir fallen sofort Parallelen zu Procession auf. Der Unterschied zu dieser Band ist, dass der Sänger von Death the Leveller etwas zu weit im Vordergrund steht. Er macht diesen Job richtig gut. Doch würde ich persönlich ein wenig mehr Instrumente hören wollen. Das tut der Sache keinen Abbruch. Unbedingt rein hören. Da kann man wieder wunderbar Luftgitarre, Gesang und den ganzen Rest der Musikinstrumente spielen! Da springt einem das Herz bei der Theatralik! Und diese ist gut umgesetzt. Da darf man auf alle Fälle gespannt sein, was die Zukunft bringt. Die Iren dürften in der riesigen Maße heraus stechen. Zumindest wünsche ich es ihnen. Als Anspieltip hier noch genannt: „The Day Before the Night of Broken Glass“.

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Soijl – As the Sun Sets on Life

Aus Schweden kommen diese drei Jungs und machen Melodic/Doom Death Metal. Und da wären wir auch sofort beim eigentlichen Problem. Davon gibt es dummerweise schon zuviele Bands. Und Soijl erfinden mit ihrem zweiten Album nicht unbedingt das Rad neu. Muss ja auch nicht sein. Aber die Songs hören sich eigentlich durch die Bank an, wie schon einmal gehört und so bleibt bei mir persönlich eigentlich nicht wirklich was hängen. Da brauche ich dann auch keinen zweiten oder dritten Durchlauf mehr. Fad dümpelt das Zeug an einem vorbei. Kein Biss, kein Pepp, kein Gar nichts. Irgendwo zwischen altem Zeug a la Crematory (fand ich damals schon ziemlich schlecht…) und die auf Metal Archives erwähnten Saturnus. Sorry…, nix für mich. Auch wenn das Cover ordentlich aussieht. Die Produktion solide ist. Die Leute vorher schon bei anderen Bands Erfahrungen gesammelt haben. Das hilft alles nix. Und da sage ich leider auch nicht „vielleicht beim nächsten Mal“. Eher „vielleicht mit einer anderen Band“.

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Calliophis – cor serpentis

Genauso geht Doom Metal, Leute!!!! Oha, schon wieder das Pferd von hinten aufgesprungen… . So oder so ähnlich. Egal. Calliophis sind für Doom Fans alte Bekannte. Die Sachsen verlangsamen die Zeit bereits seit 2006, mit kurzer Unterbrechung, und wie es sich für eine Doom Band gehört handelt es sich erst um deren zweiten Output. Gut Ding will eben Weile haben. Das im Infotext erwähnte Doom shall rise muss man gar nicht als Reminisenz aufführen. Die Jungs sind auch so eine Macht und benötigen keine längst vergangene Festival Reihen, um sich zu bewerben. Lieber gleich auf kommenenden Festival einen Status erbauen! Und das können Calliophis. Wie langsam und zäh fliessendes Magma aus den urtiefen der Erde, frisst sich die Musik über die ganze Albumlänge durch die Gehörgänge. Die Grabesstimme tönt leidend bis tief rörhend und verfeinert die dargebotene Szenerie einer Apokalyptischen Endzeitkulisse. Einziges Manko ist m.M. nur der etwas zu synthetische Schlagzeugsound. Mir fehlt da immer ein wenig der gute alte Sound von noch warmen Base,- und Snaredrums. Klar, das trockene und u.U. gesampelte Drumkit führt zu deutlicher differenzierterem Sound. Aaaaber…., scheiss drauf! Wenn es nur dieses Manko sein sollte. Da finden sich ziemlich sicher mehr als genug Leute, die das genau wieder anders sehen dürften. Zum Schluss noch kurz zum Cover des Albums. Ein Körper wird von einem Schlangengewühl zerdrückt und in seine Bestandteile zerrissen. Hört euch parallel die Musik dazu an und stellt euch am Besten vor, wie sich so eine Anaconda langsam um einen wickelten, die Knochen langsam knackend bersten und der Gequälte seine letzten Atemzüge tätigt, bevor im das Herz zerspringt und die Augen aus den Höhlen quellen. Joa…, dürfte so oder so ähnlich passen! Deswegen nochmal: Genauso geht Doom Metal!!!

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Pontiak – Dialectic of Ignorance

Wow!!!! Alter Schwede!!!! Das ist schon mal ein Meilenstein für mich 2017. Vorher nie gehört. Sagt noch ein Kumpel am Desertfest zu mir, dass er diese Band mal anhören will. Ich denke mir noch „Joa…, kloa. Warum eigentlich nicht? Guckste halt mal…“. Und dann so ein Brett an Musik?! Ich war nach dem Konzert so dermaßen geplättet, dass ich aufgrund dem Live-Übersong „ignorance makes me high“ (was für ein geiler Titel für einen Song auch noch???) sofort die Platte kaufen wollte. Die Jungs waren schon wieder auf Achse wegen dem nächsten Konzert und ich ging vor Ort leer aus. Egal, ich habe die LP noch vor Ort im Netz bestellt. Und die letzten Tage rotiert das Ding dauernd bei mir. Und sträflich musste ich feststellen, dass Pontiak schon 9 Alben zuvor veröffentlicht hat. Shiiiiiit…., da habe ich ja noch etwas vor. Die Band besteht aus drei Brüder. Die Musik hypnotisiert einen förmlich. Eine Mischung aus psychodelischem Country mit einer brodelnden Stoner Grundlage, was richtig geil in der Kombination ist. Brutal geil! Hört unbedingt bei youtube und co rein. Ist jetzt nicht das Übliche, was man auf dieser Seite vielleicht erwarten würde. Aber, gut ist, was gefällt! Und das gefällt dermaßen gut, dass es mich richtig weg kickt. Wie habe ich es nur wieder geschafft, diese Band zu verpassen? Tstststs…., Schande über mein Haupt. Pontiak, es tut mir leid, euch bis jetzt verpasst zu haben und gelobe Besserung und werde in Zukunft nichts mehr von euch verpassen. Hoffentlich sehe ich euch bald wieder live. Dann zwinge ich alle Bekannten von mir auf das Konzert!

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Svartsyn – in death

„In death“ heißt die neue Platte von Mainman Ornias. Und der gute sollte wissen, wie Black Metal geht. Immerhin schon seit gut 20 Jahren holzt er sich durch die schwedischen Wälder. Zwar immer eher in der 2. Reihe des skandinavischen Black Metals, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Sind frühere Veröffentlichungen so mancher Bands mittlerweile zum Fremdschämen ulkig, wissen die Veröffentlichungen Ornias doch durch eine gewisse Eigenständigkeit zu überzeugen.
Die neue Scheibe ändert daran nicht wirklich viel. Wieder über Agonia Records veröffentlicht, weiss der geneigte BM-Fan eigentlich auch, was er zu erwarten hat. Black Metal der nordischen Gangart in gewohnter hoher QUalität und ohne Firlefanz. Mal rasend, mal stampfend, macht Svartsyn keine Gefangenen und sorgt auch noch für die nötige grimmige Atmosphäre. Allerdings hätte Ornias lieber dieses dämliche Smartphone-Video von der Aufnahme von seiner Facebook Seite lassen sollen. Das ist schon selten beknackt…. . Wurst!
Zu guter Letzt noch schnell zum Cover und der Produktion. Das Cover wurde von Chadwick St John (Arckanum, Horna) gemacht. Und das sorgt auch für den optischen Wiedererkennungswert. Produktionstechnisch zeigt sich die Platte solide. Hier ist zum Glück nichts bis ins letzte Detail herausgeputzt und man hört noch die notwendige Portion Schmutz.

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Desertfest Berlin 28.04.-30.04.2017

Soooo, liebe Leute! Letztes Wochenende habe ich mich mit ein paar Mitstreitern auf den Weg gemacht, um in der Landeshauptstadt ein bisschen Stoner, Doom, Psychodelic Musik zu begutachten. Was mal wieder tierisch auf den Sack ging, waren die Temperaturen. Dagegen kann man ja dummerweise nix machen. Und ich war mal wieder selbst Schuld, dass vermutlich mein cap das wärmste Kleidungsstück war. Dieses Jahr gab es auch drei venues anstatt einem. Dazu insgesamt vier Bühnen. So musste man sich zwar die ultrabeknackte Security Politik vom Vorjahr nicht gefallen lassen. Auf der anderen Seite hat man es dann auch nicht geschafft, unbedingt alle Bands zu sehen, weil es quasi immer Überschneidungen gab. Aber das hat man sich schon vor dem Konzert errechnen können. Rein optisch war das Badehaus mein Favorit. Der Laden war einfach sau gemütlich. Das beschissene Becherbier muss man dort auch nicht ertragen. Die Getränke werden in Flaschen serviert. Die Größe der Location war auch optimal nach meinem Geschmack. Genauso groß, dass die richtige Clubatmosphäre entsteht. Der Sound war eher mäßig. Ob das jetzt an meiner Position im Raum lag, oder der Mischer nicht so ganz glücklich arbeiten konnte, kann ich da nicht sagen. Insgesamt war cool. Das Cassiopeia, die weitere Neuerung, hat einen richtig coolen Biergarten samt Kletterhalle und riesiger Skateboard Half-Pipe gehabt. Also für die theoretische Abwechslung zum Musik und Trink-, sowie Rauchsport wäre dagewesen. Insgesamt auch eine angenehme Kellerbühne. Gut in Erinnerung wird mir die DJ Nacht mit Nicke Andersson hier bleiben. Hier leider meine Kritik. Musik im Einzelnen zwar gut. Die Leistung des „DJs“ hab ich jedoch nicht so richtig mitbekommen. Da hätte ich auch einfach einen Song nach dem anderen abspielen können. Egal, spassig war es trotzdem. Und noch ein Negativelement war wohl für viele Leute nervig. Bei diversen Bands wurde man nicht mehr in den Saal wegen der Überfüllung hineingelassen. Ganz ehrlich Leute, dass ging mir auch auf den Sack! Wenn ich schon bezahlt habe, dann habe ich auch den Anspruch die gewünschten Bands zu sehen. Das bedeutet nämlich, dass man sich schon lange vorher zu dem Konzert der gewünschten Band hinbegeben muss und somit schon wieder andere Bands verpasst. Naja, so is Lebe`. Egal, Spass gemacht hat es nämlich trotzdem. Kurzerhand ein paar ganz persönliche Bewertungen. Wolves in the throneroom: Ich check es nicht Leute. Okay, die Bühnendeco hat sehr gut ausgesehen und die Lichtshow war auch recht ordentlich. Aber die Musik? Also Black Metal habe ich bereits gefühlte 100 Mal besser live gesehen. Völlig lieblos sind die Bandmitglieder auf der Bühne gestanden. Und um ehrlich zu sein, mit Black Metal, so wie ich ihn verstehe, hat die Sache auch nichts zu tun gehabt. Also für mich sind Wolves in the throneroom eine der überbewertesten Bands aktuell. Anders Sleep. Die haben bewiesen, warum sie aktuell als einer der überhaupt besten und wahrscheinlich mit fast schon höchsten Kultfaktor bestehenden Stoner/Doom Bands sind. Einfach nur geil, was die live so runtergezimmert haben. Die Menge hatte da auch nur noch andächtig lauschen und klotzen können. Ausserdem möchte ich hier unbedingt noch Pontiak erwähnen, welche mich quasi weg geblasen haben. Ultra geilen hypnotisierenden, pumpenden, Stoner von drei Brüdern aus den Sümpfen Amerikas.
Insgesamt ein sehr angenehmes Indoor-Festival mit sehr guten Bands. Und das eigentlich querbett über das ganze Wochenende. Daumen hoch und wenn es sich einrichten lässt, nächstes Jahr gerne wieder!

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Samsara Blues Experiment – One with the Universe

Ich lausche gerade der neuen Samsara Blues Experiment Platte. Und die Berliner machen nicht nur vieles richtig, sondern fast alles perfekt! Die Songs bauen sich zu wahren Monstern auf. Der Jamfaktor ist einfach genial. Die Kernriffs der Songs sorgen trotzdem immer für den gewünschten Wiedererkennungswert. Und von der spacigen Orgel, bei der ich am Ende noch befürchte, dass es gar die Gitarre mit einem ultra coolen Effekt ist, hebt sich das toupet von Donald Trump! Huiiii, ist das geil! Und das Bild wird vom virtuos-aktiven Drummer und dem fuzzigen Bass perfekt abgerundet. Das Einzige was mich bei der Band bisher immer etwas irritiert hat, ist dieser harte deutsche Akzent im Gesang. Aber was solls, die sind ja schließlich aus Berlin.
Zu guter Letzt ist das Coverbild noch ziemlich geil und dürfte auf einer LP richtig gut zur Geltung kommen. Da habe ich ja Glück, dass ich die Jungs dann am kommenden Samstag beim Desertfest in Berlin sehen kann. Wenn wahrscheinlich auch durch einen schwer vernebelten Blick…
Bis auf den Gesang voll Punktzahl von meiner Seite aus!

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Ungod – bewitched by sins and lust

Hier halte ich die neue Ungod Scheibe in den Händen. Na gut…, neu ist relativ. Denn Bewitched by sins and lust ist jetzt auch schon wieder ein Jahr alt. Aber bei einer Band, wie Ungod darf man das ohne weiteres als neu bezeichnen. Wütet die Band immerhin als mehr oder weniger dienstälteste Black Metal Band in Deutschland seit immerhin 1991 durch durch die Botanik. Und in dieser Zeit hat es Ungod geschafft insgesamt drei (!!!) Platten raus zu bringen. Jajaja, gut Ding will Weile haben. Aber egal. Es ist von der alten Besetzung wohl nur noch der Condemptor vertreten, nach Ungod hört es sich aber trotzdem an. Und das ist ein Charaktermerkmal. Früher hat man dem deutschen Black Metal nämlich angehört, dass er aus Deutschland kommt. Bands wie Ungod gehörten in die Reihe von Eminenz (gut, die sind nochmal zwei Jahre älter und die gibts auch noch…) oder Andras. In den 90ern wurden diese Bands zwar immer etwas belächelt, wegen dem riesigen Schwall aus Skandinavien. Aber als diese Art von Black Metal plötzlich so einen Quark wie Dimmu Borgir und Co hervor gebracht hat, waren Ungod immer noch Ungod.
Die Musik ist böse. Der Gesang (sofern man das überhaupt so nennen kann) trieft vor Hass. Die Gitarren hören sich nach Metal an! Das Schlagzeug ist treibend und gnadenlos. Einzelne Songs peitschen dir um die Ohren, wie ein Genickschuss. Der Sound ist transparent und dennoch druckvoll. Hat aber auch den notwendigen Schmutz, welcher bei Black Metal erforderlich ist. Einzelne Songs will ich jetzt gar nicht hervor heben. Hört euch die Scheibe an und bangt dazu. Das Cover ist entsprechend der Musik auch sehr düster und erinnert mich spontan an Watains „sworn to the dark“.
Dann schauen wir mal, ob es wieder sechs bis zwölf Jahre dauert, bis der nächste Hassbatzen von der Truppe aus Unterfranken aus der Versenkung nach oben eitert…..

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Extreme Music Online Zine